Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Unter diesem Motto machten wir uns am 24. August 2026 mit unserem gelben VW Käfer 1200L auf den Weg nach Kroatien. Vor uns lagen mehrere Tage Urlaub und eine rund 600 Kilometer lange Anreise bis nach Rijeka.
Natürlich gab es vor der Abfahrt gewisse Zweifel. Würde der fast 50 Jahre alte Käfer die lange Strecke ohne größere Probleme bewältigen? Am Ende überwog jedoch die Vorfreude. Schließlich wurde ein VW Käfer zum Fahren gebaut und nicht dafür, sein Leben ausschließlich in der Garage zu verbringen.
Rund 600 Kilometer bis Rijeka
Unsere Reise begann in Ried im Innkreis. Von dort führte uns die Strecke über die Tauernautobahn in Richtung Süden. Nach der Fahrt durch die österreichischen Alpen ging es durch den Karawankentunnel weiter nach Slowenien und schließlich bis nach Rijeka in Kroatien.
Mit 34 PS ist eine solche Reise natürlich nicht mit einer Fahrt in einem modernen Auto vergleichbar. Lange Steigungen und die höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn verlangten dem Käfer einiges ab. Genau das machte die Fahrt aber zu einem besonderen Erlebnis.
Im Käfer reist man bewusster. Man hört den Motor, spürt jede Steigung und erlebt die vorbeiziehende Landschaft wesentlich unmittelbarer. Der Weg war für uns deshalb nicht nur die Verbindung zwischen dem Ausgangspunkt und unserem Urlaubsziel, sondern bereits ein wesentlicher Teil der Reise.
Nach rund 600 Kilometern erreichten wir schließlich Rijeka, wo wir während unseres Aufenthalts auch übernachteten.
Rijeka und die Umgebung erkunden
Von unserer Unterkunft in Rijeka aus erkundeten wir die Stadt und ihre Umgebung. Zu unseren Zielen gehörten unter anderem die Burg Trsat sowie die Wallfahrtskirche und der angrenzende Park.
Auch das Zentrum von Rijeka mit dem Korzo, der Altstadt, dem Hafen und dem Rijeka Tunnel stand auf unserem Programm. Natürlich durfte auch eine Fahrt direkt ans Meer nicht fehlen.
Der gelbe Käfer an der kroatischen Küste war genau jenes Bild, das wir uns vor der Reise erhofft hatten. Zwischen Palmen, Meer und den Straßen rund um Rijeka fiel das beinahe 50 Jahre alte Fahrzeug natürlich entsprechend auf.
Mit dem Käfer auf die Insel Krk
Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise war die Fahrt über die Krk Brücke auf die gleichnamige Insel. Dort besuchten wir unter anderem Njivice und Malinska und suchten uns immer wieder ruhige Plätze direkt am Meer.
Mit einem luftgekühlten Klassiker durch die kroatische Küstenlandschaft zu fahren, war ein völlig anderes Erlebnis als mit einem modernen Fahrzeug. Der Käfer passte mit seinem einfachen und ehrlichen Charakter perfekt zu den kleinen Straßen, den Ortschaften und dem Blick auf die Adria.
Unser persönlicher Lieblingsmoment war die Fahrt nach Zala Beach bei Stara Baška. Die Strecke durch die Landschaft und hinunter in Richtung Küste war für uns der schönste Abschnitt der gesamten Reise. Genau für solche Momente hatten wir uns entschieden, die Fahrt mit dem Käfer zu wagen.
Kleine technische Probleme und eine Reviermarkierung
Ganz ohne technische Auffälligkeiten verlief die Reise nicht. In Kroatien begann der Motor zeitweise stark zu stottern und hatte deutliche Zündaussetzer.
Bei der Fehlersuche zeigte sich, dass der Verteilerfinger an der Verteilerkappe streifte. An der Verteilerwelle war außerdem ein deutliches Spiel festzustellen. Vor Ort konnte ich das Problem zunächst provisorisch beheben. Die Übergangslösung hielt jedoch während der restlichen Reise und auch auf der gesamten Heimfahrt, sodass wir ohne längere Unterbrechung weiterfahren konnten.
Nach dem Abstellen hinterließ der Käfer außerdem die eine oder andere kleine Reviermarkierung in Form eines Ölflecks. Schließlich sollte auch in Kroatien jeder erkennen können, dass hier ein alter Volkswagen zu Gast war.
Solche Situationen sind unterwegs natürlich zunächst unangenehm. Gleichzeitig gehören sie bei einer längeren Reise mit einem historischen Fahrzeug ein Stück weit dazu. Entscheidend war, dass sich die Ursache der Zündaussetzer schnell finden und direkt vor Ort beheben ließ.
Während der weiteren Reise und auf der gesamten Heimfahrt traten keine zusätzlichen Probleme mehr auf.



Heimreise über den Loiblpass
Am 29. August 2026 machten wir uns wieder auf den Heimweg. Da der Karawankentunnel für einige Stunden gesperrt war, konnten wir nicht dieselbe Strecke wie bei der Anreise nutzen. Stattdessen führte uns die Rückfahrt über den Loiblpass zurück nach Österreich.
Damit wartete zum Abschluss noch einmal eine besondere Strecke auf uns und unseren 34 PS starken Käfer. Die Fahrt über den Pass verlangte ihm zwar einiges ab, machte aber auch die Heimreise zu einem weiteren unvergesslichen Teil unseres Abenteuers.
Die einfache Strecke von Ried im Innkreis nach Rijeka betrug ungefähr 600 Kilometer. Gemeinsam mit der Rückfahrt über den Loiblpass und unseren Ausflügen in Kroatien legten wir während der gesamten Reise rund 1.400 Kilometer zurück.
Trotz der kleinen technischen Auffälligkeiten brachte uns der fast 50 Jahre alte Käfer wieder zuverlässig nach Hause.










